Frohes "Baba Marta" Fest!
Als der Gründer des Ersten bulgarischen Reiches am Sterbebett lag, rief er seine 5 Söhne zu sich und gab jedem von ihnen einen Zweig und bat sie den Zweig zu brechen. Alle fünf Söhne brachen den Zweig. Dann gab er ihnen ein ganzes Bündel voller Zweige und bat sie nochmals darum. Keiner der Söhne konnte die Zweige im Bündel brechen. "Seht ihr - sagte der alte König - wenn ihr zusammen bleibt, kann euch keiner besiegen, wenn jeder von euch alleine regieren will, seid ihr schwach!" Sie schworen ihm zusammen zu bleiben und Bulgarien zu verteidigen. Kurz darauf starb der König. Im Land brachen die Chasaren ein und es gelang ihnen die Hauptstadt Phanagoria zu erobern. Huba, die Tochter des alten Königs wurde gefangen genommen. Der älteste Sohn Bayan hielt die Schwur und bleib bei seiner Schwester, die jüngeren brachen auf um ihr Glück woanders zu suchen.
Doch bevor sie gingen, vereinbarten sie ein Zeichen, mit dem sie ihre Geschwister benachrichtigen würden, wenn sie freies Land fanden, damit sie ihre Flucht planen können - ein goldenes Band um den Fuss eines Vogels. Nicht lange danach kam der Vogel mit dem goldenen Band und Huba und Bayan flüchteten. Sie kamen bis zu Donau und wussten nicht weiter. Die Späher der Chasaren entdeckten sie aber schnell und so band Huba ein weisses Band um das Bein des Vogels, gab ihn ihrem Bruder Bayan und lief los um die Späher abzulenken. Die Soldaten der Chasaren verletzen jedoch Bayan und ein Teil des Bandes, dass er noch hielt färbte sich rot von seinem Blut. Aber schon kam der andere Bruder von der anderen Seite der Donau, besiegte die Chasaren und rettete seine Geschwister.
Seitdem wird das rot-weisse Band als Zeichen des Glücks, der Gesundheit, des Zusammenhalts und des Sieges über das Böse gesehen. Man gab dem Band den Namen Marteniza -genannt nach den Monat des Sieges.Und so beschenken sich alle Bulgaren gegenseitig am 1. März mit Marteniza und wünschen sich Glück und Gesundheit. Man trägt die oft kunstvoll geknüpften Bänder am Handgelenk, Mänteln oder Jacken so lange, bis man den ersten Storch oder die erste Schwalbe sieht. Dann nimmt man das Band ab, wünscht sich etwas, hängt es an einen Baum oder legt es unter einen Stein.
Möge euch dieser Brauch auch Gesundheit und Glück bringen!
